Fakten & Preise geprüft: 2026-10-15

Tansania ist kein Ziel mit einer einzigen besten Saison. Es ist ein Ziel mit zwei Hauptfenstern, die verschiedene Wildtierspektakel bieten, und einer klaren Regenzeit, die man für den Erstkontakt meiden sollte.

Die Kernfrage vor der Buchung: Soll es Mara-Fluss-Überquerungen (Juli–Oktober), Gnu-Kalbung (Januar–Februar) oder allgemeine Wildtierbeobachtung auf dem Nordkreis (Juni–Oktober) sein? Die Antwort bestimmt Monat, Parkzone, und Camp-Budget.

Schnellantwort: Die zwei besten Zeitfenster

Fenster 1. Lange Trockenzeit (Juni–Oktober): Tansanias verlässlichste Safari-Saison. Nahezu kein Regen, kurzes Gras, Tiere an Wasserquellen konzentriert. Tarangire erreicht August–Oktober seinen Höhepunkt, wenn der Tarangire-Fluss die einzige dauerhafte Wasserquelle der Region ist. Mara-Fluss-Überquerungen in der nördlichen Serengeti laufen Juli–Oktober. Höchste Preise: August–September.

Fenster 2. Kurze Trockenzeit (Januar–Februar): Weniger bekannt, aber stark: trockenes Wetter, bis zu 8.000 Gnu-Geburten an einem Spitzentag auf den Ndutu-Kurzgrasebenen, hohe Raubtier-Aktivität. Meist günstigere Camp-Preise als in der Hochsaison. Gut für Reisende, die Kalbung der Migration gegenüber den Fluss-Überquerungen bevorzugen.

Klar meiden: April–Mai (lange Regenzeit). Schlammpisten unfahrbar, Vegetation auf dem Höhepunkt (Sichtweiten schlecht), manche Camps geschlossen, Nyerere National Park schließt Ende März bis 31. Mai.

Monat-für-Monat-Tansania-Kalender

MonatWildtierbedingungenWetterHinweise
JanuarKalbung beginnt in Ndutu Ende des MonatsTrocken, heißGünstigere Preise; Kalbung startet
FebruarHöhepunkt Kalbung in NdutuTrockenBis zu 8.000 Geburten an einem Spitzentag; intensive Raubtier-Aktivität
MärzHerden beginnen NordzugLange Regenzeit beginntErste Schlammpisten; manche Camps schließen
AprilTiere verteilt, Sichtweiten geringStarke Regen (Masika-Peak)Für Erstbesucher nicht empfohlen
MaiGrüne Saison, dramatische LandschaftRegen lässt nachTiefste Preise; Nyerere NP geschlossen; für Fotografen interessant
JuniTrockenzeit beginnt; Herden Richtung NordenKühl, klarMigration zieht in zentrales Serengeti; exzellenter Start
JuliMara-Überquerungen beginnen im NordenTrocken, kühlNördliche Serengeti; erste Überquerungen
AugustHöchste Wildtierdichte; Überquerungen HöhepunktTrockenHöchste Preise; frühzeitig vorbuchen
SeptemberExzellente Überquerungen, etwas weniger FahrzeugeTrockenHochsaison aber leerer als August
OktoberTrockenzeit endet; Herden Rückkehr nach SüdenTrocken bis erste KurzregenWeniger Überquerungen
NovemberKurzregen; Migration Richtung SüdserengetiVariabelGünstigere Preise; Übergangsmonat
DezemberKurzregen enden; Herden auf SüdebenenErwärmungWeihnachten/Neujahr = Hochpreise; Kalbung kündigt sich an

Nach Reiseziel und Priorität

Mara-Fluss-Überquerungen sehen (nördliche Serengeti)

Das ikonische Bild der Großen Migration: tausende Gnus stürzen sich durch den krokodilreichen Mara-Fluss. Das Fenster ist Juli bis Oktober, Höhepunkt August–September.

Wichtig: Überquerungen sind unberechenbar. Kein Guide kann garantieren, dass man eine sieht. Herden können lange am Ufer verharren, bevor sie springen. Mehrere Nächte in der Nordserengeti einplanen und für August–September frühzeitig buchen.

Die Gnu-Population wird traditionell mit rund 1,3 Millionen angegeben. Eine KI-gestützte Satellitenstudie der University of Oxford kam auf deutlich weniger als 600.000 (Modellergebnisse 2023: 502.917 bis 533.137). Die Zahlen sind umstritten, das Spektakel ist real.

Gnu-Kalbung erleben (Ndutu, südliche Serengeti)

Ende Januar bis Anfang März, Höhepunkt Februar. Ndutu liegt in der Ngorongoro Conservation Area, südwestlich der Serengeti. Die Gnu-Herden gebären in dieser Zeit auf den Kurzgrasebenen, die Konzentration von Neugeborenen zieht Löwen, Tüpfelhyänen und Geparden an.

Warum die Kalbung eine Überlegung wert ist: meist günstigere Camp-Preise als in der Hochsaison und grüne Landschaft mit dramatischem Licht für Fotos. Die Schwäche: keine Flussüberquerungen.

Nordkreis allgemein (Serengeti, Ngorongoro, Tarangire, Lake Manyara)

Juni bis Oktober, die verlässlichste Saison für alle vier Parks. Tarangire erreicht August–Oktober seinen Höhepunkt: der Tarangire-Fluss ist dann die einzige dauerhafte Wasserquelle im Ökosystem, und Herden von mehr als 200 Elefanten sind dann keine Seltenheit.

Der Ngorongoro-Krater ist das ganze Jahr über lohnend, denn die Tiere im Krater sind standorttreu. Die Spitzmaulnashörner (Diceros bicornis) des Kraterbodens gehören zu den am besten zugänglichen Wild-Nashorn-Beobachtungen Tansanias.

Kilimandscharo-Besteigung

Zwei Kletterfenster: Januar bis März (kurze Trockenzeit, kältere Nächte am Gipfel) und Juni bis Oktober (Haupttrockenzeit, klare Sicht, beliebtestes Fenster). März bis Mai und November meiden: Regenzeit und schlechte Sicht. Kilimandscharo-Klettergebühren: USD 82,60/Tag Eintrittsgebühr + USD 59/Nacht Camping-Fee + USD 23,60 Rettungsgebühr (MwSt. bereits enthalten).

Südkreis: Nyerere, Ruaha, Katavi

Juni bis Oktober ist das einzige verlässliche Fenster für den Südkreis. Nyerere National Park schließt Ende März bis 31. Mai komplett. Katavi, für Nilpferd- und Krokodil-Beobachtungen (Höhepunkt August–Oktober), ist praktisch nur per Flug erreichbar und saisonal. Ruaha ist im August–Oktober besonders stark.

Südkreis im Detail: Katavi und Nyerere

Katavi National Park bietet im August bis Oktober eines der dramatischsten Wildtierspektakel Afrikas: Wenn der Katuma-Fluss zu schlammigen Tümpeln eintrocknet, drängen sich Nilpferde und Krokodile auf engstem Raum zusammen, ein eindrucksvoller Anblick. Katavi gilt als Tansanias drittgrößter Nationalpark und als einer der am wenigsten besuchten; es liegt rund 1.250 km (etwa 16 Stunden Fahrt) von Dar es Salaam entfernt, praktisch erreicht man es per Linien- oder Charterflug.

Nyerere National Park (der Fotobereich des ehemaligen Selous-Wildschutzgebiets) ist einer der am wenigsten besuchten Großparks Tansanias. Das einzige verlässliche Fenster: Juni bis Oktober. Ende März bis 31. Mai ist der Park komplett geschlossen.

Die Usambara-Berge: ein kühles Hochland statt Wildtierbeobachtung

Eine ganz andere saisonale Logik gilt im Nordosten: Die Usambara-Berge rund um Lushoto folgen einem ähnlichen Rhythmus wie der Rest des Landes: Wandern ist in den trockeneren Monaten am angenehmsten, während die nassesten Monate die Pfade rutschig und neblig machen. Hier geht es nicht um Wildtierdichte, sondern um kühle Höhenluft und endemische Arten, die es sonst nirgendwo in Tansania gibt. Der Usambara-Berge und Lushoto Guide deckt Wanderrouten, Anreise und Unterkünfte ab.

Schimpansen-Trekking (Mahale, Gombe)

Juni bis Oktober ist die beste Zeit, die trockenen Monate August bis Oktober besonders verlässlich. März–April meiden. Mahale am Lake Tanganyika ist nur per Boot oder Flugzeug erreichbar. Das Schimpansen-Permit kostet USD 150 pro Person.

Walhaisaison (Mafia Island)

Vor Mafia Island läuft die Walhai-Saison von Oktober bis März, mit den meisten Sichtungen eher gegen Ende der Saison. Auch vor Kizimkazi an Sansibars Südküste sind Walhaie von Oktober bis Februar präsent. Mafia Island gehört nicht zum Sansibar-Archipel. Standard-Schnorcheltouren auf Mafia kosten meist USD 50–70 pro Person.

Sansibar-Strände

Juni bis Oktober (Kusi-Winde): trockenes, klares Wetter, ideale Bedingungen für Strand und Tauchen. Dezember bis Februar (Kaskazi-Winde): ebenfalls trocken und heiß, gut für Strandbetrieb, weniger Wind als im Kusi-Fenster. April–Mai meiden: Regenzeit, geschlossene Strandrestaurants, manche Hotels zu.

Deutsche Reisende: Wann der Andrang am größten ist

Die Sommerferien (Juli–August) und die Herbstferien (Oktober) sind typische Reisezeiten für Familien aus dem deutschsprachigen Raum. August fällt zugleich in die Hochsaison der Serengeti, deshalb sind frühe Buchungen wichtig.

Condor fliegt seit November 2025 nonstop von Frankfurt nach Sansibar (ZNZ), Flugzeit rund 9 Stunden 10 Minuten. Wer eine Safari mit Strandaufenthalt auf Sansibar kombinieren will, profitiert von diesem Direktflug. Für August sollten Camps frühzeitig gebucht werden.

Empfehlung für deutschsprachige Reisende, die Menschenmassen meiden wollen:

  • Juni: Trockenzeit läuft, Preise meist unter Hochsaison, weniger Andrang als im August
  • September: Ähnliche Wildtierbedingungen wie August, meist etwas ruhiger
  • Oktober: Trockenzeit endet, erste Kurzregen möglich, meist ruhiger als August
  • Februar: Kalbungszeit in Ndutu und meist günstigere Preise, interessant für alle, die keine Flussüberquerungen brauchen

Vogelbeobachtung: Wann Tansanias Vogelwelt am stärksten ist

Tansania hat über 1.100 dokumentierte Vogelarten, für Vogelbeobachter gelten andere Saisonlogiken als für klassische Safari-Reisende.

Beste Vogelbeobachtungszeit: Oktober bis April. Zugvögel aus Europa und Asien treffen typischerweise zwischen Oktober und März ein. Für Vogelbeobachtung ist die grüne Saison interessanter als die Trockenzeit.

Besondere Highlights nach Jahreszeit:

  • Oktober–März: Palearktische Zugvögel sind in Tansania
  • Lake Natron ist das einzige Brutgebiet der Zwergflamingos in Ostafrika und beherbergt rund 1,5–2,5 Millionen Vögel; Straßen auf dem Grabenboden sind in der Trockenzeit leichter befahrbar, Zustand beim Veranstalter erfragen
  • Tarangire im November: grüne Saison mit Zugvögeln und mäßigen Preisen
  • Serengeti ganzjährig für Raubvögel. Adler, Geier, Sekretärvögel, Bussarde; Trockenzeit für Raubvögel über Wasserstellen am stärksten

Die Grüne Saison: wann sich April–Mai lohnt

April–Mai hat Vorteile für einen bestimmten Reisetyp:

  • Preise: Low-Season-Ersparnis von rund 20–30% bei kompletten Safaripaketen
  • Fotografie: Dramatische Himmel, intensives Licht, satte Farben
  • Vogelvielfalt: Zugvögel sind bis März im Land
  • Ruhe: deutlich weniger Besucher

Die Einschränkungen sind real: Schotterpisten unfahrbar (teilweise), Sichtweiten durch dichtes Gras eingeschränkt, Nyerere NP geschlossen. Für erfahrene Safari-Reisende, besonders Fotografen, kann Mai interessant sein. Für Erstbesucher mit Wildtier-Erwartungen: nicht empfehlenswert.

Kosten nach Saison

Tansania-Safaris sind saisonabhängig teuer. Der Serengeti-Eintrittspreis selbst variiert: USD 70,80/Tag in der Nebensaison vs. USD 82,60/Tag in der Hauptsaison (für Erwachsene, Nicht-Resident, inkl. MwSt.). Tarangire, Lake Manyara und Arusha National Park: USD 53,10/Tag Nebensaison vs. USD 59/Tag Hauptsaison.

Für Fluss-Camps in der nördlichen Serengeti (Kogatende-Zone) im August–September: frühzeitig buchen, da die Kapazitäten begrenzt sind.

Zusatzaktivitäten variieren saisonal: Die Heißluftballon-Fahrt über der Serengeti kostet laut Four Seasons USD 599 pro Person (Gemeinschaftsfahrt, etwa eine Stunde, wetterabhängig). Tipps für Safari-Guides: typischerweise USD 20–25 pro Tag für die gesamte Gruppe (nicht pro Person), plus separate Trinkgelder für Camp-Personal.

Ngorongoro-Krater: Neben der NCAA-Eintrittsgebühr (USD 70,80/Person/Tag) fällt eine separate Krater-Servicegebühr von USD 295 pro Fahrzeug pro Abstieg an, wichtig für die Budgetplanung, da diese oft in Pauschalpreisen nicht einzeln aufgelistet wird.

Gesundheit & Einreise: Was vor dem Abflug zu klären ist

Malaria, Impfungen und Visa sind die drei Einreisethemen, die jeder Tansania-Reisende rechtzeitig klären sollte; alle drei sind gut handhabbar, wenn man frühzeitig damit beginnt.

Malaria:

  • Übertragung ganzjährig in allen Gebieten Tansanias unter 1.800 m Höhe, das betrifft alle Safari-Parks des Nordkreises (Serengeti, Tarangire, Lake Manyara) und auf Sansibar
  • Oberhalb von 1.800 m ist das Risiko geringer
  • Prophylaxe und Mückenabwehr mit dem Reisearzt besprechen, am besten mehrere Wochen vor Abflug

Gelbfieber:

  • Keine Impfpflicht für Direkteinreisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz
  • Gelbfiebernachweis erforderlich bei Einreise aus oder Transit durch ein endemisches Land (z. B. Kenia, Uganda, Demokratische Republik Kongo), auch bei Transit über 12 Stunden

Visa:

  • Touristenvisum Single-Entry: USD 50; für U.S.-Staatsbürger Mehrfacheinreise 12 Monate: USD 100
  • E-Visa online beantragbar unter visa.immigration.go.tz
  • Ein Visum bei Ankunft ist ebenfalls möglich; falls das E-Visa nicht rechtzeitig eintrifft, Zahlungs- und Antragsnachweis mitbringen, am Flughafen lässt sich das in der Regel klären
  • Reisepass mindestens 6 Monate nach geplantem Abreisedatum gültig; mindestens 1 freie Seite für den Visa-Stempel

Zanzibar-Pflichtversicherung:

  • Seit 1. Oktober 2024 müssen ausländische Besucher, die zuerst in Sansibar (Unguja und Pemba) einreisen, eine Pflichtreiseversicherung der Zanzibar Insurance Corporation (ZIC) abschließen, USD 44 pro Erwachsenem. Wer zuerst auf dem Festland einreist, braucht seit 1. Oktober 2026 stattdessen die NIC-Versicherung; eine Police pro Reise genügt (der erste Einreiseort entscheidet)
  • Die Police lässt sich notfalls bei der Ankunft an einem separaten Schalter abschließen; besser ist, sie vor der Reise zu buchen
  • Tansanische Residenten sind ausgenommen

Ein früh beantragtes E-Visa spart bei der Ankunft Zeit, weil es am Einreiseschalter weniger zu klären gibt.

Tansania + Sansibar kombinieren: Die klassische Kombireise

Die Kombination Safari auf dem Festland und Strand auf Sansibar ist eine beliebte Reiseroute und logistisch einfacher, als viele denken.

Flugverbindungen:

  • Direktflüge zwischen Kilimandscharo International Airport (JRO) und Zanzibar (ZNZ): Flugzeit ~1 Stunde 5 Minuten über ~389 km; Anbieter sind Precision Air, Air Tanzania und Coastal Aviation mit rund 14 wöchentlichen Frequenzen
  • Kein Umweg über Dar es Salaam nötig. JRO direkt nach ZNZ ist Standard
  • Wer aus Deutschland direkt fliegt: Condor nonstop von Frankfurt nach ZNZ, Flugzeit ~9 Stunden 10 Minuten

Timing nach Saison:

  • Juni–Oktober (Trockenzeit Festland): Beste Safari-Bedingungen und trockenes, klares Wetter auf Sansibar. Nordküste (Nungwi, Kendwa) kann bei starkem Kusi-Wind rau sein, dann Ostküste (Paje, Jambiani) bevorzugen
  • Januar–Februar (Kalbungszeit): Exzellente Safari in Ndutu, günstigere Preise auf Sansibar, Kaskazi-Nordwinde = ruhige Nordküste und klares Wasser
  • Dezember (Weihnachten/Neujahr): Hochpreise auf beiden Seiten, aber Kaskazi-Saison beginnt, gute Strandbedingungen

Empfohlene Reisedauer:

  • Minimum Nordkreis-Safari: 5–7 Tage (Serengeti, Ngorongoro, Tarangire)
  • Minimum Sansibar-Strand: 4–5 Tage
  • Ideale Kombireise: 10–12 Tage, z. B. 6 Tage Safari + 5 Tage Strand

Buchungsvorlauf Sansibar:

  • Nungwi und Kendwa sind im Hochsommer (Juni–Oktober) stark nachgefragt. Unterkünfte frühzeitig buchen
  • Wer Safari und Strand in einer Reise kombiniert, sollte Camps und Hotels gleichzeitig buchen. Kogatende-Zone nördliche Serengeti (August–September): früh buchen

Ruaha und die Parks des Südkreises: Für Reisende, die Gedränge meiden

Der Südkreis (Ruaha, Katavi, Nyerere) bietet abgelegenere Safarierlebnisse abseits der Nordkreis-Touristenmassen. Wer die Serengeti kennt und etwas anderes sucht, sollte hier anfangen.

Ruaha National Park:

  • Tansanias zweitgrößter Nationalpark: 20.226 km², etwa 130 km westlich von Iringa gelegen
  • Eine begutachtete Studie im African Journal of Ecology bestätigte Geparden im Ruaha-Rungwa-Ökosystem (~50.000 km²)
  • Afrikanische Wildhunde sind im Ruaha-Katavi-Ökosystem präsent (laufende Grundlagenforschung WCS)
  • Beste Beobachtungszeit: August–Oktober (Trockenzeit, kurzes Gras, Wildtiere an Wasserstellen konzentriert)

Katavi National Park:

  • Praktisch nur per Linien- oder Charterflug erreichbar
  • August–Oktober: Wenn der Katuma-Fluss zu Schlammpfützen eintrocknet, drängen sich Nilpferde und Krokodile auf engstem Raum

Nyerere National Park (ehem. Selous-Fotozone):

  • Einziges verlässliches Besuchsfenster: Juni bis Oktober; Ende März bis 31. Mai vollständig geschlossen
  • Geschätzt 800–1.000 Wildhunde, nach verbreiteter Einschätzung Afrikas größte Einzelpopulation

Warum der Südkreis oft besser ist als sein Ruf:

  • Weniger Besucher als im Nordkreis
  • Chancen auf Wildhunde, Geparden und Nilpferd-Konzentrationen
  • Kombination Südkreis + Sansibar: Ruaha oder Nyerere per Kleinflugzeug, Anschlussflug Dar es Salaam → Sansibar, machbar, aber erfordert mehr Planung als der Nordkreis-Standard

Für Reisende, die Tansania schon kennen und etwas anderes suchen, ist der Südkreis ein naheliegender nächster Schritt.

Empfehlung nach Prioritäten

August ist der stärkste Einzelmonat für Wildtierdichte und Mara-Überquerungen: Trockenzeit, Überquerungen, viele Tiere an den Wasserstellen. Er ist aber auch der teuerste und am stärksten gebuchte Monat.

Februar passt für Reisende, die die Wanderung schon kennen oder kein Interesse an Flussüberquerungen haben: Die Kalbungszeit in Ndutu bringt intensive Raubtier-Aktivität, und die Preise liegen meist unter der Hochsaison.

Juni bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Trockenzeit beginnt, die Herden ziehen Richtung Norden, und die Lodgepreise liegen meist unter dem Hochsaison-Niveau. Mara-Überquerungen sind noch nicht zuverlässig, aber die allgemeinen Wildtierbedingungen sind gut.


Wer die Parks des Nordkreises (Serengeti, Ngorongoro, Tarangire, Lake Manyara) im Detail vergleichen und wissen möchte, welcher Park in welcher Jahreszeit am stärksten ist, findet die vollständige Übersicht im Tansania Nordkreis Safari-Guide.

Wer die Große Gnuwanderung im Detail verfolgen will, monatliche Position der Herden, Grumeti-Überquerungen, Ndutu-Kalbung vs. Mara-Kreuzungen, gibt es den Serengeti Migrationskalender Monat für Monat.

Für Kilimandscharo-Besteigung mit vollständiger Routen-Übersicht, Gebühren-Aufschlüsselung und Saison-Entscheidung: Kilimandscharo Wann Besteigen.

Für allgemeine Safari-Planung mit Kostenübersicht: Tansania Safari-Kosten 2026.

→ Verwandte Guides: Tansania Nordkreis · Serengeti Migrationskalender · Ngorongoro Krater Wann · Tarangire Wann · Kilimandscharo Wann · Tansania Safari-Kosten · Sansibar Reisezeit · Tansania im Überblick

Frequently asked questions


Wann ist die beste Reisezeit für Tansania?

Die beste Gesamtzeit ist Juni bis Oktober. Tansanias lange Trockenzeit. Das Gras ist kurz, Tiere konzentrieren sich an Wasserquellen, und Regen ist selten. August ist der stärkste Einzelmonat: trocken, kühl, Mara-Überquerungen auf dem Höhepunkt, maximale Wildtierdichte. Wer Preise sparen will, reist im Januar oder Februar, ebenfalls trocken, aber weniger Touristen und günstigere Camp-Preise als im Hochsommer.

Wann ist die Gnu-Wanderung in Tansania?

Die Große Migration ist ein ganzjähriger Kreislauf. Mara-Fluss-Überquerungen (das ikonische Flusspektakel) finden typischerweise Juli bis Oktober im nördlichen Serengeti statt. August ist der Höhepunkt. Die Kalbung (bis zu 8.000 Geburten an einem Spitzentag) ist von Ende Januar bis Anfang März auf den Ndutu-Ebenen. Es gibt keinen Monat ohne Gnus in der Serengeti.

Wann ist eine Safari in Tansania am günstigsten?

Die günstigsten Zeiten für Tansania-Safaris sind März bis Mai (Low Season; für komplette Safaripakete sind rund 20–30% Ersparnis üblich, manche Camps schließen) und November (kurze Regenzeit, Übergang). Januar–Februar ist ein guter Mittelweg: trocken, gute Wildtierbedingungen durch die Kalbungszeit, aber günstigere Preise als die Hochsaison August–September. Serengeti-Parkgebühren: USD 70,80/Tag in der Nebensaison vs. USD 82,60/Tag in der Hauptsaison (inkl. MwSt.).

Wann ist Regenzeit in Tansania?

Tansania hat zwei Regenzeiten: Die lange Regenzeit (Masika) läuft von März bis Mai. April ist der stärkste Regenmonat. Die kurze Regenzeit (Vuli) dauert November bis Dezember. Die Trockenzeit ist aufgeteilt in eine kurze (Januar–Februar) und die lange Haupttrockenzeit (Juni–Oktober). Dar es Salaam bekommt durchschnittlich 1.235,7 mm Regen pro Jahr, davon allein 655,7 mm in der Masika-Regenzeit.

Kann man im Januar auf Safari in Tansania?

Ja. Januar ist eine der besten Zeiten für Tansania. Es ist Trockenzeit auf dem Festland, die Kalbung der Gnus beginnt Ende Januar in Ndutu, Raubtiere sind in der Kalbungszone aktiv, und die Lodgepreise sind deutlich niedriger als in der Hochsaison (August–September). Wer keine Mara-Fluss-Überquerungen braucht und stattdessen Kälber und intensive Raubtier-Aktionen bevorzugt, fährt im Januar–Februar, mit weniger Fahrzeugen als im August.

Welcher Monat hat das beste Wetter in Tansania?

August hat das beste Safari-Wetter in Tansania: vollständig trocken, kühl (besonders morgens), kurzes Gras, maximale Wildtierdichte an den Wasserlöchern, und Mara-Fluss-Überquerungen auf dem Höhepunkt in der nördlichen Serengeti. Der einzige Nachteil: August ist auch der teuerste Monat mit der höchsten Fahrzeugdichte in der Serengeti. Wer August ohne Gedränge will, bucht 9–12 Monate im Voraus.

Ist November eine gute Zeit für eine Tansania-Safari?

November ist ein Übergangsmonat, günstigere Preise als die Hochsaison, aber Kurzzeitregen können auftreten. Die Migration ist auf dem Rückweg in die südliche Serengeti und Wildtierbedingungen sind durchaus gut. Die Elefantenkonzentrationen in Tarangire gehören dagegen in die Trockenzeit. Für Vogelbeobachter ist November interessant, denn Zugvögel aus Europa und Asien treffen zwischen Oktober und März ein. Die Lodgepreise liegen im November meist unter der Hochsaison.

Brauche ich für Tansania ein Visum und welche Impfungen sind nötig?

Das Touristenvisum für Tansania kostet USD 50 (Single-Entry); U.S.-Staatsbürger benötigen ein Mehrfacheinreisevisum für USD 100. E-Visa sind online unter visa.immigration.go.tz beantragbar; ein Visum bei Ankunft ist ebenfalls möglich. Malaria besteht ganzjährig in allen Gebieten unter 1.800 m, also in allen Nationalparks und auf Sansibar. Keine Gelbfieber-Impfpflicht für Direkteinreisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, sofern keine Durchreise durch endemische Länder erfolgt. Reisepass mindestens 6 Monate nach Einreise gültig, eine freie Seite für den Visa-Stempel erforderlich.

Quellen und letzte Prüfung

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